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Concha Jareño ist der Shootingstar der aktuellen Flamenco Szene Sie tanzt mit Anmut, Grazie, pure Emotion: Ihr eigener Stil brachte ihr jüngst den begehrten Premio Revelación auf dem Festival de Jerez ein, nun ist sie mit dem preisgekrönten Stück ALGO in der Scenario Halle in Karlsruhe zu sehen. Concha Jareño ist eine der wenigen Tänzerinnen, die die Bata de Cola meisterhaft beherrscht und bekannt ist für ihre Verbindung von Flamenco und zeitgenössischem, modernen Tanz. Zusammen mit fünf exzellenten Musikern entwirft sie einen Abend voll purer Energie…
Concha Jareño, Tänzerin
Canito, Gitarrist
Gema Caballero & Pedro Obregón Sänger
Raúl Márquez Violinist
Luis Amador Percusionist
Ticket VVK: 19,30 € ; AK: 21 €, Dienstag, 23. Nov. 2010 20:30 Uhr Scenario Halle Karlsruhe
Quelle und Tickets hier: http://www.kulturverein-tempel.de/index.php?id=6
Viele Jahre war die Bata de Cola fast nur noch bei der älteren Generation der Bailaoras zu sehen oder in den Shows großer Kompanien, die gängige Klischees bedienten. Die vom Modern Dance beeinflussten jungen Tänzerinnen bevorzugten die Bewegungsfreiheit leichter Kleider. Schon 2002 ist mir bei vielen Präsentationen auf dem Flamenco Festival de Jerez ein wieder erwachtes Interesse an diesem Stilmittel aufgefallen…..
Quelle: Anda weiterlesen
Cola … warum heisst denn der Flamencoschleppenrock Bata-de-Cola, wenn man ihn garnicht trinken kann? Eigentlich ist es recht einfach, denn Bata bedeutet aus dem Spanischen übersetzt so viel wie Kittel oder Mantel und die Cola übersetzt man mit Schwanz. Genau genommen ist also die Bata-de-Cola ein Kittel mit Schwanz… Klingt unromantisch, ist aber so. Auch wenn für den normal gebildeten Mitteleuropäer die Cola das süße, braune Erfrischungsgetränk mit Kohlensäure darstellt, kommt der Begriff doch recht häufig vor.
Cola in verschiedenen Bedeutungen
- das bekannte Erfrischungsgetränk
- Kolabäume, eine Pflanzengattung
- ein Ort in Italien am Gardasee
- eine Kreuzfahrerburg in Israel
- die Kurzform des italienischen Vornamens Nicola
- Jackie Cola Name einer deutschen Band
- CoLA ist die Abkürzung von Cost of Living Adjustments, ein Fachbegriff aus dem Personalwesen
- Di Cola ist ein häufiger Familienname in Italien
Die bekannteste Bedeutung ist aber einfach das braune Getränk mit viel Zucker und Phosphorsäure… Witzigerweise ist man sich im deutschspachigen Raum nicht mal einig, welches Geschlecht das Getränk hat. In Österreich und der Schweiz und auch in Teilen von Süddeutschland trinkt man ein Cola, im restlichen deutschen Sprachraum eine Cola. “Erfunden” hat die Cola wohl 1886 der Pharmazeut John Stith Pemberton, er mischte einen selbst entwickelten Sirup mit Sprudel und nannte es Coca-Cola, die auch heute noch die bekannsteste Marke, gefolgt von Pepsi-Cola ist. Ich bin in der DDR mit Club-Cola und Vita Cola aufgewachsen, im Westen trank man eher Afri-Cola.
Tja, die Bata de Cola und das Getränk haben zumindest eines gemeinsam, man kann Sie mit weiteren spannenden Zutaten mischen und erhält ein prickelndes Ergebnis. Die Bata de Cola mit ausdrucksstarker Flamencomusik & kraftvollem Tanz gepaart mit (meist) weiblicher Eleganz … Die Cola als Getränk ist Teil zahlreicher Cocktails und Longdrinks wie zum Beispiel Long Island Iced Tea und Cuba Libre.
Da kommen wir aber auch schon zu dem gravierendsten Unterschied für die Figur des “Users”. Sorgt der Tanz mit der Bata de Cola für stramme Oberschenkel und Popo’s, da die Arbeit mit der 2-4kg schweren Schleppe wirklich anstrengend und schweisstreibend ist (auch wenn es idealerweise so leicht und schwebend daherkommt), hat das Getränk Cola wohl eher gegenteilige Wirkung. Der hohe Zuckergehalt und die enthaltene Phosphorsäure sind einer Traumfigur nicht gerade förderlich und so ist mein Fazit und meine Empfehlung:
Elegant, kraftvoll und schlank werden durch das Training mit der Bata de Cola, statt ein runder, fauler Couchpotato mit dem braunen, süßen Getränk…
O D E R: Ihr sucht Euch einen Mann wie Lou Bega, der Eure Rundungen mag und Euch bittet blos keine Diät zu machen und weiter so süß wie eine Cola zu schmecken:
Die Bata de Cola: Seit Jahren schon, bin ich fasziniert von dieser majestätischen Körperverlängerung. Wie sie der Flamencotänzerin (und seit Neuestem ja auch den Tänzern) folgt, wie diese sich in sie einwickeln und wieder auswickeln, mit ihr tanzen, sie werfen, auffangen und wieder werfen und ganz besonders bei Drehungen um die eigene Achse die Schleppe ausbreitet wie ein Adler sein Schwingen.
Da ich ja auch einen Flamencoladen betreibe, dort Flamencomode nähe, war ich natürlich auch davon fasziniert, wie eine Bata de Cola “gemacht” ist. Schon im Jahr 2005 durfte ich die verschiedene Bata’s von Sybille Märklin (Madruga Flamenca) begutachten, ausmessen, ausprobieren, eben einfach kennenlernen. Kurz darauf habe ich mich an der ersten Bata de Cola versucht. Diese sah zwar toll aus, war aber für Anfänger so gut wie untanzbar. Alexandra Rateike von La Rondeña hat diese Bata ausgiebig getestet und mir viele Hinweise gegeben, wie man es besser machen könnte. Dann durfte ich auch ihre zwei Bata’s “untersuchen”. Ich hatte auf jeden Fall schon eniges bei dieser ersten Bata de Cola und durch Sybille und Alex gelernt.
Kurze Zeit später entstand die zweite Bata de Cola, die ich dann aber erstmal frustriert in eine Kiste warf, weil sie auch nicht 100%ig funktionierte…. Der Frust saß tief und ich legte das Projekt erstmal einige Zeit auf Eis, zumal ich mit meinem Laden auch immer mehr zu tun bekam, so dass für Experimente einfach keine Zeit blieb.
Wo immer ich die Gelegenheit bekam, nahm ich aber weiterhin Bata’s unter die Lupe und schaute Tänzerinnen auf die Schleppe.
Ende 2008 bot Sybille Märklin einen Projektkurs “Bata de Cola” in Ihrer Flamencoschule La Solea in Freiburg an. Ich war Feuer und Flamme und meldete mich gleich an. In den ersten Stunden tanzte ich noch mit den Leihbata’s, die Sybille dort zur Verfügung stellt. Dann hielt es mich nicht mehr und ich nähte schliesslich meine dritte Bata de Cola, diesmal für mich. Sie bekam auch einen Namen: “Blümchen”. Sybille hat sie gleich ausprobiert und für gut befunden. Ich war happy. Mein Blümchen hat mich dann die erste Saison bis zu den Sommerferien begleitet. Natürlich gab es nun, da ich endlich selbst mit der Bata de Cola tanzte, viele weitere Aha-Effekte und neue Erkenntnisse.
Mit diesen neuen Erkenntnissen habe ich diesen Sommer nun meine 4. Bata de Cola genäht, die mich nun hoffentlich noch besser als Blümchen bei meinem künftigen Training mit der Schleppe unterstützen wird. Einen Namen hat sie noch nicht, aber jemand nannte sie “Marienkäferchen”, was mir schon ziemlich gut gefiel.
Mein momentanes Fazit ist auf jeden Fall: Bata de Cola nähen ist extrem schwierig und braucht viele Versuche, bis es wirklich gut wird.
Und warum dieser Blog? Das Internet bietet ja nahezu unerschöpflich Informationen, aber: zur Bata de Cola habe ich nur ganz wenige gute Informationen gefunden, dazu noch ein paar, die einem die Nackenhaare aufstellen und ansonsten sieht es wirklich “mau” aus.
Da ich mit meiner Begeisterung für die Bata de Cola meiner Umgebung ziemlich auf den Nerv gehe, hoffe ich hier auf einen Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten und viele Anregungen.
Lilian Krauß (Lillebors Flamencoladen)
ier präsenteire ich Euch einige meiner Youtube Fundstücke zur Bata de Cola
1. Eine Zufallsentdeckung und eine wirklich schöne Bata de Cola.
2. Männer die mit einer Bata de Cola tanzen. Garnicht mehr sooo exotisch. Sieht man immer öfter (siehste Jörg!!!)…….
3. Das darf natürlich nicht fehlen: aus dem Film “Flamenco” von Carlos Saura mit Matilde Coral


